11. July 2012
Ein überzeugender Start
„Ich verneige mich vor der starken Leistung …“
mit diesen Worten dankte Herr Sperling im Namen der Schulleitung den Akteuren der Theatergruppe der Goetheschule und ihren zwei neuen ,Chefinnen’, Frau Reichwage und Frau Richter, zur zweiten Aufführung der Kriminalkomödie „Vierzehn Nothelfer“ von Bernhard Wiemker. Zu Recht!
Der Krimi ist überraschend anders – keine Leiche, kein Mörder, dafür ein Möchtegern-Gangster, der in den ungelegensten Momenten den Revolver zückt, und ein Affe, der sich letztlich als Spitzbube entpuppt.
Die Handlung entführt den Zuschauer in ein Antiquitätengeschäft in London. Der Fall scheint zu Beginn wenig spektakulär, doch der selbst leicht antiquierte Ladenbesitzer, gekonnt dargestellt von Marcel Rose, gerät mit dem Kauf einer Figurengruppe ungewollt ins Visier der Gangster und der Polizei.
Die Hommage auf zwei altbekannte englische Detektive ist unverkennbar, obgleich die im Stück agierenden Hüter des Gesetzes die Lachmuskeln der Besucher des Öfteren wegen ihrer täppischen Aufklärungsversuche strapazierten. Nicht minder vergnüglich waren die Auftritte der Gangster und der Zwillingsdamen. Besonders der Ganove Harry, gespielt von Max Baumgart, brillierte durch chamäleonartiges Verwandlungstalent. Tina Gölitz und Anne Babovsky mimten das Zwillingspaar mit amüsanten Wortspielen und erheiterten die Zuschauer so auf ihre Weise. Dank der Studentin Rosalie Holmes, im wirklichen Leben Juliane Mohr, wurde der Fall schließlich gelöst. Aber dann kam der Affe …
Ein unterhaltsames Stück, eine hinreißende Inszenierung, da alle Schauspieler, gleich in welcher Rolle, ihr Publikum mit viel Spielfreude begeisterten.
Winny: „Das war aber auch konisch mit dem Affen.“ Betty: „Du meinst komisch, meine Liebe. Komisch!“
B. Conrad

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