Die Goetheschule existiert bereits seit 1922 unter diesem Namen, wurde jedoch schon 19 Jahre zuvor als eine staatliche Realschule gegründet. 1950 wurde ein Internat, welches in das Schulgebäude integriert ist, eröffnet. Es befindet sich in der obersten Etage des Schulgebäudes, zusammen mit einer Schulbibliothek und einem Unterrichtsraum für Informatik.
Das Internat hat eine Gesamtkapazität von 56 Plätzen. Die Wohnräume befinden sich im Ost- und Westflügel. Der Westflügel, oder auch bekannt als „Mädcheninternat“, besitzt 27 Betten (5 Einzelzimmer / 11 Doppelzimmer). Im Jungeninternat finden 29 Schüler Platz (3 Einzel-zimmer / 13 Doppelzimmer).
Zwischen den zwei Flügeln befinden sich die Internatsleitung und einige Freizeiträume:
Küche
Fernsehraum
Clubraum
Billard- / Kicker- / Yogaraum
Informatikraum (15.00 Uhr- 22.00 Uhr)
NachVergabe eines persönlichen Zuganges, liegt in der Zeit von 14.00-22.00 Uhr in den Zimmern WLAN an.
Außerdem stehen nach Absprache weitere schulische Räume zur Verfügung:
Musikraum mit einem Flügel
Bandraum
Klassenräume
Turnhalle
Sportplatz
Internatszeiten:
Das Internat öffnet am Sonntag um 18.00 Uhr und schließt am Freitag um 17.30 Uhr.
Im Internat arbeiten drei Erzieher, die in der Regel
Sonntag ab 18.00 Uhr
Montag – Donnerstag von 14.00 Uhr – 07.00 Uhr
Freitag von 14.00 Uhr – 17.30 Uhr
Aufsicht haben und für die Internatsschüler da sind.
Besucht werden können die Schüler täglich zwischen 14.00 Uhr und 21.30 Uhr.
Telefonnummer Internat: 03677/2081858
Kosten für einen Internatsplatz:
Da die Schüler der Spezialklassen vom Land gefördert werden. bezahlen sie geringere Wohnkosten. Die Unterkunftskosten von September bis Juni betragen monatlich:
für Spezialklassenschüler: 115,00 €
für Gymnasiasten dieser Schule: 152,00 €
An das Wohnen im Internat ist laut Internatsordnung eine Vollverpflegung gebunden. Zum Frühstück und Abendessen gibt es ein Buffet und mittags wird ein Wahlessen angeboten. Es gibt zu allen Mahlzeiten auch vegetarische Kost.
Der Wecker klingelt. Nach dem Waschen und Anziehen geht es in den Keller. Die alten Steinstufen nach unten gehend schleicht sich das Gefühl von dem Wohnen in einem kleinen Schloss ein. Nach dem Essen geht es wieder die drei Etagen nach oben an den ersten Schülern vorbei und die ersten Lehrer grüßend, die die geheimnisvoll knarrende Lehrertreppe erklimmen. Noch bis kurz vor Unterrichtsbeginn zu Hause zu sein und dann die wenigen Meter (zum Bio-Raum etwa 24) zusammen mit den Freunden zu überstehen gibt einem das Gefühl, wirklich in der Schule zu leben.
Nach der Schule ist die freie Zeit groß. Doch wenn man will, dann ist man nie allein. Eine ganze Palette von Freunden und Klassenkameraden wohnt gleich ’eine Tür’ weiter. So wird es nie langweilig. Noch einmal schnell Einkaufen gehen, oder den kurzen Weg zur Ski- oder Rodelbahn genutzt. Von der Welt nicht ganz abgeschnitten, kann man den Fernsehraum nutzen oder sich in die endlosen Weiten des Internets begeben, vorausgesetzt der Internetfehler lässt diesen Tag verschont.
Zum Abendbrot wieder die alten Steinstufen nach unten, wieder in den Keller, wird an der langen Tafel über alles geredet und viel gelacht.
Auch das Lernen kommt hier nicht zu kurz. Nach dem Essen beginnt die berüchtigte Studier- oder auch Lernzeit. In diesen zwei Stunden soll man Hausaufgaben machen und lernen. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Die Erzieher und Frau Neubert (Lehrerin für Deutsch, Ethik, Russisch und Sozialkunde) sorgen für das sinnvolle Nutzen der Lernzeit. Wer keine Idee hat, wie die Aufgaben zu lösen sind, muss sich keine Sorgen machen. Es sind genug Internatler in der Nähe, die man fragen kann.
Nach 20 Uhr kann man sich wieder anderen Tätigkeiten zuwenden. In dieser Zeit bieten die Erzieher kleine AGs wie Kochen, Kurzgeschichtenlesungen, Freizeitsport und andere an. Am Sonntag kann man auch am allwöchentlichen Tanzkurs teilnehmen oder ein Schachturnier organisieren – vieles ist hier möglich.
Wenn der Zeiger der Uhr auf die Zehn zeigt, soll in der gesamten oberen Etage Ruhe herrschen. Die Nachtruhe beginnt. Für die 9er heißt das: Ab ins Bett; für die älteren Schüler, dass sie sich ruhig in ihren Zimmern aufzuhalten haben.
Mit diesen Regeln und doch genug Freiheiten lässt es sich hier gut wohnen und leben. Selbst das Mitbestimmen an den Regeln bleibt keinem verwehrt. Eine Schülervertretung aus allen Jahrgangsstufen wirkt an den Entscheidungen über Veränderungen im Internat und dessen Ordnung mit.