Goetheschule Ilmenau Staatliches Gymnasium mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Spezialklassen - Latest-News

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Wie gut die eigene Schule wirklich war,....
10. February 2015

Wie gut die eigene Schule wirklich war, merkt man besonders dann, wenn man nicht mehr hingeht.
Ich, Antonia Kraus, bin 19 Jahre alt, komme ursprünglich aus Meiningen und beende gerade das erste Semester meines Studiums in München. Ich möchte heute einmal danke sagen. Nicht meiner Familie, meinen Freunden oder meinen Nachbarn. Ich möchte mich bei meiner Schule, der Goetheschule Ilmenau, für all das bedanken, was sie mir in den letzten Jahren gegeben hat. Vielleicht sollte ich dazu einen Teil meiner eigenen Geschichte erzählen.

Schon in frühester Kindheit faszinierte mich die Mathematik, doch mein Talent war eher durchschnittlich. In der Grundschule wurde mir die Teilnahme an der Mathe-AG verwehrt, diese sei den leistungsstarken Schülern vorbehalten, hieß es. In der 6. Klasse schaffte ich nur mit Müh und Not eine 1 auf dem Zeugnis. Ich träumte von Erfolgen bei der Mathematikolympiade. Daher begann ich in der 7. Klasse mit einer aktiven Beteiligung am Korrespondenzzirkel der Goetheschule Ilmenau. Dreimal erlebte ich mit großer Freude das dortige Mathelager. Nur ein Jahr später erreichte ich in der 2. Runde der Matheolympiade die volle Punktzahl.
Daraufhin beschloss ich, mich für die Spezialklasse in Ilmenau zu bewerben. Rückblickend kann ich sagen, dass das bisher die beste Entscheidung meines Lebens war. Vier Jahre lebte ich in Ilmenau im Internat und genoss eine wunderbare Ausbildung, sowohl in den Naturwissenschaften als auch in den anderen Fächern.
Dass die Goetheschule ein ausgezeichnetes Allgemeinwissen vermittelt, merke ich heute nicht nur beim Quizduell, sondern auch im täglichen Leben, in Diskussionen mit Kommilitonen oder mit der Familie. Natürlich stehen die Naturwissenschaften im Vordergrund, die einem alle auf hohem Niveau nahegebracht werden. Ich legte meinen Schwerpunkt auf die Mathematik, doch meine Geschichte hätte sich genauso gut in jeder anderen Naturwissenschaft ereignen können.
Zugegeben, auch ich hatte anfangs Angst, schlechtere Noten, Heimweh, keine Freizeit mehr? Gängige Vorurteile, aber mehr auch nicht. Spätestens im Halbjahr der 10. Klasse hat man sich an das neue Niveau gewöhnt, die BLF war ein Kinderspiel und in der Abiturphase war kein Unterschied zur Bewertung in den „Normalklassen“ zu spüren. Falls man zu Beginn ein wenig Heimweh hat, bietet die Schule mit Chor, Theater-AG und Sportmannschaften genügend Abwechslung, sodass sich dieses Problem sehr schnell in Nichts auflöst. Zumal einen das Internatsleben eine gewisse Selbstständigkeit lehrt, die einem den Einstieg ins Studium, in meinem Fall weit weg von zu Hause, sehr erleichtert.
Durch diverse Zusatzangebote hat ein Spezer zwar mehr Schulstunden als ein normaler Schüler, doch die Freizeit kommt trotzdem nicht zu kurz: Ich habe es problemlos geschafft, neben der Schule mein zweites Buch zu schreiben, zu veröffentlichen, über 30 Lesungen zu halten; jede Woche Fußball zu spielen und zu schauen; mir genügend Italienisch beizubringen, um damit im Urlaub zurechtzukommen und mehrere Stunden pro Woche Nachhilfe zu geben. Trotzdem konnte ich ein Abitur machen, dass im Ergebnis genau meinen Vorstellungen entsprach.
Zu Beginn der 11. Klasse spürte ich, dass sich mir die Schönheit der Physik einfach nicht offenbaren wollte. Anders ausgedrückt, die Aufgaben klangen für mich eher nach „Ein Elch im Kongo sucht ein Überraschungsei. Berechnen Sie die Wärme!“ Ich suchte das Gespräch mit meinem Physiklehrer, der mir zusätzliche Unterstützung bot und mir ausreichend Beispielaufgaben zum Rechnen gab (die er selbstverständlich auch korrigierte). Nach einiger Zeit fiel dann auch bei mir der Groschen und am Ende des Schuljahres brachte ich es auf stolze 13 Punkte (1-). Ich bin meinem Physiklehrer noch heute dankbar dafür, dass er mir ein physikalisches Grundverständnis vermitteln konnte (was keine ganz einfache Aufgabe war).
Doch nicht nur in schulischer Hinsicht waren die Lehrer stets sehr hilfsbereit, auch als es mir durch äußere Umstände einmal weniger gut ging, zögerte ich keine Sekunde, meine Klassenlehrerin ins Vertrauen zu ziehen, welche mir sofort einen Besuch im Internat abstattete und sich der Sache annahm. Sie betätigte sich außerdem als Korrekturleserin für mein zweites Buch, was zeigt, dass auch die „normalen“ Hobbys von Spezern durch Lehrer gefördert und unterstützt werden.
Der vermeintlich anstrengende und anspruchsvolle Unterricht fand stets in einem angenehmen Klima statt, das Lernen fiel nicht schwer und auch der Spaß kam nicht zu kurz. Ich sehe bis heute klar und deutlich vor meinem inneren Auge, wie Herr Ottolinger, mein Biologielehrer, uns mit großem Schauspieltalent die Funktionsweise der Bauchspeicheldrüse vorführte. Ich erinnere mich gut an unsere Experimente in Chemie, an wahnsinnig fundierte Diskussionen in Physik, an spannende Erörterungen in Deutsch, kreative Projekte in Kunst und vieles mehr. Noch immer kann ich die Kolonien Deutschlands und die Ziele angemessenen Wirtschaftswachstums wiedergeben. Weil ich dieses Wissen nicht sinnlos auswendig lernen musste, sondern auf originelle Weise vermittelt bekommen habe.
Auch an das Schreiben der Facharbeiten in der 9./10. Klasse denke ich gerne zurück. Hier wurden mit viel Spaß wichtige Grundlagen für das wissenschaftliche Arbeiten gelegt, die uns das Leben im Seminarfach sehr erleichterten.
Ich entschied wenig überraschend, Mathematik in München zu studieren. Mein Mathelehrer meinte dazu: „Sicher kannst du Mathe studieren, aber stell dich schon mal drauf ein, dass du dann nicht mehr die Beste sein wirst.“ Nun, er sollte recht behalten. In der ersten Klausur waren 3 Kommilitonen besser als ich. Von 261. Und das ist nicht mein Verdienst, das habe ich einzig und allein der Goetheschule zu verdanken, die mir in 4 bzw. 6 Jahren das mathematische Denken beigebracht hat.
Natürlich hatte ich im Sommer Zweifel, ob ich mit meinem Thüringer Abitur wirklich in Bayern studieren kann. Es dauerte ganze vier Tage, bis mich der erste Kommilitone fragte, ob ich schon ein Semester studiert hätte oder warum ich gerade so schnell die drei Beweise hätte aufschreiben können. Die Antwort lautete: Goetheschule.
In kaum einem Studienfach wird im ersten Semester so stark aussortiert wie in Mathe. Von den weit über 300 Studenten, die mit mir im Oktober das Studium aufnahmen, haben gerade einmal 60 die erste Klausur bestanden, die ersten gaben schon nach wenigen Wochen auf. Während ich die Spezialklasse besuchte, habe ich mich oft gefragt, ob mir das im Studium wirklich so viel nützen wird, wie ich es von älteren Ex-Spezern häufig gehört hatte. Heute kenne ich die Antwort. Ein klares Ja.
Vielleicht gibt es auf dieser Welt keine perfekte Schule. Aber es gibt eine perfekte Vorbereitung auf (nicht nur ein naturwissenschaftliches) Studium. Und zwar in Ilmenau.
Ich kann allen Siebt- und Achtklässlern nur raten: Befasst euch mit dem Angebot der Goetheschule Ilmenau, und wenn ihr auch nur eine Naturwissenschaft wirklich gerne mögt, dann bewerbt euch für die Spezialklasse.
Lieber Herr Rusch, lieber Herr Ottolinger, stellvertretend für das gesamte Goetheschule-Team sage ich Ihnen danke dafür, dass Sie mir die Voraussetzungen gegeben haben, meine große Leidenschaft zu studieren! Danke für das, was mir Ihre Schule in fachlicher, aber auch in menschlicher Hinsicht beigebracht hat! Danke für 4 wundervolle Jahre in der Spezialklasse! Danke für alles!

 

 
 
   

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