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'Der Besuch der alten Dame' - die Theatergruppe in Hochform
10. July 2014

Zwischen Liebe und Hass, Moral und Gier

In die tiefen Abgründe der menschlichen Seele lässt das Stück Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" den Zuschauer blicken, das sich die Theatergruppe der Goetheschule Ilmenau als Debütinszenierung einer Tragikomödie ausspähte.
Die Kleinstadt Güllen hat Claire Zachanassian zur Hure gemacht, weil ihre Jugendliebe Alfred Ill seine Vaterschaft leugnete und den Gerichtsprozess gegen sie mit bestochenen Güllenern als Zeugen gewann. Gebrochenen Herzens und mittellos verlässt Claire Z. ihre Heimatstadt, um nach 45 Jahren als noch liebende und doch vom Hass zerfressene, superreiche "alte Dame", überzeugend gespielt von Tina Bulle, zurückzukehren. Sie will sich Gerechtigkeit erkaufen; Geld spielt keine Rolle. Ihr grusliger Auftrag lautet: "Eine Milliarde für Güllen, wenn jemand Alfred Ill tötet." Bares gegen ein Menschenleben - kann man sich alles erhandeln?
Die jungen Darsteller verstehen es mit Bravour, die nun einsetzende spießbürgerliche Doppelmoral der Güllener in Szene zu setzen. Jeder bekennt sich öffentlich zu Alfred Ill.
Und trotzdem - die Stadt wird ihrem Namen gerecht, denn der Gestank des Sündenbockmordes liegt in der Luft und breitet sich wie schleichende Fäulnis aus. Der nach Halt und Orientierung suchende, hilflose Alfred Ill, ausdrucksvoll dargestellt von Erik Scholz, wird immer mehr in die Enge getrieben und von Schuld und Angst zermahlen.
Schließlich geht Claires Plan auf. Brechts These "Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.", die er einst der wohlsituierten, Sitte predigenden Bourgeoisie entgegnete, bewahrheitet sich im Stück als kollektiver Leichenschmaus für den wirtschaftlichen Aufschwung Güllens.
Dürrenmatts literarische Umsetzung des Widerspruchs zwischen materieller Gier und moralischem Anspruch des Menschen im Spannungsfeld von Liebe und Hass, Schuld und Angst ruft parabolische Assoziationen zu gewinnorientierten Abgründen gegenwärtiger, kreditgestützter Überflussgesellschaften hervor.

Eine gute Stückauswahl - ein fesselnder Abend - ein herzliches Dankeschön den engagierten Schülern der Theatergruppe der Goetheschule und Ihren Leiterinnen Frau Reichwage und Frau Richter sowie allen fleißigen Helfern, die dieses Kunsterlebnis ermöglichten!

B. Conrad

 

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